Meine Wohnung - Tetraplegie - Leben mit körperlichen Einschränkungen

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Meine Wohnung

Über mich

Ich habe schon vor meinen Unfall zwei Wohnungen besessen. Meine letzte Wohnung in Leipzig/Lindenau konnte ich leider nicht behalten, weil diese nicht Rollstuhlgerecht war und auch nicht umgerüstet werden konnte. Außerdem hätte Ich zwei Treppen überwinden müssen. Also stand ich vor der Aufgabe, eine rollstuhlgerechte Wohnung möglichst in Leipzig zu finden. Diese Wohnungssuche musste schon im Krankenhaus mit Hilfe des dort beschäftigten Sozialarbeiters und meinen Angehörigen geschehen, damit ich nach der Entlassung aus der Klinik sofort ein rollstuhlgerechtes Umfeld vorfinde. Ich fand zu meinem Glück eine rollstuhlgerechte Wohnung in Leipzig/Grünau, dass war gleich in der Nähe meiner Mutter und meinem Bruder. In dieser Wohnung wohnte ich 2 ½ Jahre übergangsweise. Ich hatte mich schon in der Klinik, für eine Wohnung ihm ambulant betreuten Wohnen, was der Landesverband für Körper und Mehrfachbehinderte in Sachsen geplant und im darauf folgenden Jahr bauen wollte angemeldet. Für diesen Entschluss kann ich meiner Mutter sehr dankbar sein, denn sie hatte die Idee mit dem betreuten Wohnen. Der geplante Wohnungsbau und der darauf folgende Einzugstermin, hatte sich aus Kostengründen verzögert. Anfang des Jahres 2002, wurde schließlich mit dem Bauen begonnen und somit kam das Wohnungsziel für mich und den anderen Bewerbern immer näher.

Seit Anfang Mai 2002, wohne ich nun in diesem ambulant betreuten Wohnen. In diesem Haus wohnen verschiedene Altersklassen mit verschiedenen körperlichen Behinderungen. Auch ältere Leute mit Alterserkrankungen, deren Gesundheitszustand sich plötzlich ins Negative umschlagen kann, die aber sehr kontaktfreudig sind und bleiben wollen, wohnen in diesem Haus. Geistig behinderte Menschen können nicht in diesem Wohnprojekt wohnen. Dafür sind die Voraussetzungen in diesem Haus nicht gegeben. Jeder Bewohner in diesem Haus hat einen gewissen Grad von Selbstständigkeit und kann seinen Haushalt selbstständig organisieren. Für die körperlichen Arbeiten, die ein Bewohner wegen seiner Behinderung nicht ausführen kann, bekommt er vom Pflegepersonal hauswirtschaftliche Hilfe.

Ich habe eine Zweizimmerwohnung (siehe Abbildung 1) in der obersten Etage, mit einer herrlichen Aussicht auf einen riesengroßen Garten. Das ganze Haus ist barrierefrei, somit kann jeder Rollstuhlfahrer jeden Bewohner des Hauses besuchen. Auch die Gartenanlage ist barrierefrei und hat für die Rollstuhlfahrer zwei extra angelegte Hochbeete, die man vom Rollstuhl aus gut bearbeiten kann.
Das Beste in diesem Haus ist ein großer Gemeinschaftsraum (siehe Bild). In diesem Raum können wir Hausbewohner Partys feiern oder uns nur so zum Unterhalten oder zu anderen kulturellen Veranstaltungen treffen. Ich kann nur allen allein stehenden und kontaktfreudigen Menschen die eine körperliche Behinderung erlitten haben, wenn möglich empfehlen, sich auch für ein betreutes Wohnen zu  entscheiden. Ich weiß nur zu gut, durch meine Übergangswohnung, wie es ist wenn man langsam aber sicher vereinsamt.
 
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